Krankenversicherung wieder für alle

Posted on Mai 25, 2016

Nach wie vor grosse Hilfsbereitschaft

Griechenland steckt immer noch in der Krise aber für die 40% Ärmsten, die keine Krankenversicherung mehr hatten, hat sich die Situation verbessert. Ohne dass es bei uns gross wahrgenommen wurde, hat die Syriza-Regierung im Februar dieses Jahres wieder die ganze Bevölkerung der Krankenversicherung unterstellt. Alle, die in Griechenland regulär leben, auch MigrantInnen und Flüchtlinge, sofern sie gemeldet sind, können wieder die öffentlichen Krankeneinrichtungen aufsuchen ohne dafür bezahlen zu müssen.

GR_Eule

Solikliniken bleiben bestehen

Die Solidaritätskliniken (KIFAs) haben durch diese Gesetzesänderung ihre Daseinsberechtigung aber nicht verloren. Der Bedarf nach medizinischen Leistungen ist zurückgegangen, wobei immer noch ca. 10% der in Griechenland anwesenden Menschen auf die KIFAs angewiesen bleiben. Das sind unter anderem Hausangestellte, die von ihren ArbeitgerberInnen nicht angemeldet worden sind oder Flüchtlinge, die sich nicht registrieren lassen wollen weil sie noch hoffen, in ein anderes europäisches Land weiterreisen zu können. Nach wie vor benötigen sehr viele Menschen zahnmedizinische Hilfe, denn wie bei uns muss der Zahnarzt/-ärztin selber bezahlt werden, was sich fast die Hälfte der Bevölkerung nicht leisten kann. Ausserdem bleibt für alle ein Selbstbehalt von 20% auf den Medikamenten. Auch das können sich sehr viele Menschen in Griechenland nicht leisten. Die Apotheke der KIFAs bleibt deshalb nach wie vor sehr gut besucht. Die KIFAs brauchen deshalb immer noch dringend Medikamente, die aus dem Ausland gebracht oder geschickt werden, aber auch Geld, um Medikamente zu kaufen…

Bericht von Rita Schiavi und Anina Jendreyko

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