Ambulanz für Griechenland

Posted on Dez 21, 2016

Seit Europa die Grenzen für die Flüchtlinge geschlossen hat, sitzen etwa 60‘000 Menschen in Griechenland fest. Das Lager von Idomeni

Behandlungsstuhl der mobilen Zahnarztpraxis.

hat im ersten Halbjahr 2016 ganz Europa auf die verzweifelte Lage der Flüchtlinge in Griechenland aufmerksam gemacht. Weniger bekannt ist aber, dass die griechische Regierung grosse Anstrengungen unternimmt, die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen und dass es eine grosse Anzahl griechischer Freiwilliger gibt, die sich für die Flüchtlinge engagieren.

Auch die freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Solidaritätskliniken engagieren sich in den Flüchtlingslagern. Sie bringen auch medizinisches Material und Medikamente in die Lager. Die mobile Zahnarztpraxis, die wir im Sommer schicken konnten, ist zurzeit im Flüchtlingslager Sixto im Einsatz.

Bei unseren Besuchen in Lagern stellten wir fest, dass dort auch Ambulanzen stationiert sind. Der Schweizer Botschafter in Athen, Herr Hodel, bestätigte uns, dass die griechische Sanitätsbehörde dringend Ambulanzen benötigt. Es war uns allerdings nicht ganz klar, wie wir die Ambulanzen ohne Probleme nach Griechenland bringen können. Die Schweizer Botschaft half uns, das Prozedere abzuklären und stelle den Kontakt mit der Sanitätsbehörde von Athen her.

Die erste Ambulanz übergeben

Übergabe der ersten Ambulanz

Am 19. Dezember konnte unser Verein die erste Ambulanz, die wir von der Stadt Zürich erstehen konnten, in Athen übergeben.

Mit der Ambulanz konnten wir auch zwei sehr willkommene Geräte mitbringen, einen Defibrillator mit Elektrokardiogrammfunktion, den uns die Firma Procamed AG gespendet hat und einen Autoklaven von der Gruppenpraxis Centramed in Basel.

Nächste Ambulanz voraussichtlich im Januar

Wir wollen eine zweite Ambulanz aus Basel im Januar nach Athen bringen. Eine dritte Ambulanz würden wir gerne für Solidarity4all kaufen. Auch Solidarity4all plant eine Ambulanz als mobile Krankenstation auszurüsten und damit die Flüchtlingslager medizinisch zu versorgen.

Wir suchen deshalb eine dritte Ambulanz und nehmen weiterhin gerne Spenden entgegen, um weitere Ambulanzen zu finanzieren.

 

Einen zweiten Defibrillator, von der gleichen Firma gespendet, werden wir in die zweite Ambulanz einbauen, die voraussichtlich in Januar nach Griechenland gebracht wird.